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Stuttgart wünscht gesetzlich verankerte Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer von 3,5% auf 5% ab Oktober schlägt Wellen: Zum Einen sollen die daraus entstehenden Einnahmen zum Ausbau der Ganztagesschulen und zur Erweiterung der Kinderbetreuung verwendet werden, was auf der einen Seite befürwortet wird.

Auf der anderen Seite zucken Immobilienkäufer zusammen und rechnen mit deutlichen Mehrkosten beim Erwerb von Grundstücken und Häusern - was junge Familien wiederum verstärkt belastet.

Im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten äußert sich der Kanzleichef anhand eines frei gewählten Beispieles zur bevorstehenden Steuererhöhung:

Kaufen oder nicht kaufen? Helmut Bäuerle wird die Frage wohl mit Nein beantworten. Der Steuerberater aus Stuttgart-Birkach ist (beispielhaft) an einem denkmalgeschützten Objekt in Waiblingen interessiert. Ein attraktives Objekt für eine Kapitalanlage. Aber durch die geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer schwindet der Kaufanreiz.

Bäuerle rechnet vor: Der Preis liegt bei 240.000 Euro. Hinzu kommen 8,5% Nebenkosten: Grunderwerbsteuer 8.400 Euro plus Notarkosten 3.600 Euro und Maklergebühren von 8.400 Euro. Damit kommt er auf etwa 260.000 Euro. "Wenn ich das Objekt kaufe, dann muss es in Zukunft genau diesen Preis wieder erzielen, damit ich wenigstens null auf null rauskomme", sagt Bäuerle. Ob das realistisch ist, wenn die Nebenkosten in Zukunft durch die Erhöhung der Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent auf insgesamt zehn Prozent steigen, sei fraglich. In diesem Fall würde sich das Objekt um weitere 3.600 Euro verteuern. "Deshalb überlege ich mir, ob ich das Geschäft vor der Gesetzesänderung mache." (mh)

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